Rückblick auf das wissenschaftliche Symposium zu 40 Jahren Schweizer Kinderkrebsregister in Bern

Das 2-tägige wissenschaftliche Symposium zum 40 jährigen Bestehen des Schweizer Kinderkrebsregisters fand erfolgreich vom 08.-09. September 2016 im Kuppelsaal des Hauptgebäudes der Universität Bern statt.

Es haben rund 70 Forschende, medizinische Fachpersonen, Vertreter aus der Gesundheitsversorgung, der Krebsregistrierung und von Elternorganisationen, sowie ehemalige Patienten und deren Eltern an der Tagung teilgenommen. Die eingeladenen internationalen Vortragenden kamen aus Deutschland, Frankreich, Dänemark, den Niederlanden und den USA.

Am ersten Tag wurde die Registrierung von Krebs bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz, in Frankreich und in Deutschland vorgestellt, sowie Ergebnisse von Schweizer Projekten, die Risikofaktoren für Krebs bei Kindern untersuchen. Am zweiten Tag folgten Vorträge über Spätfolgen von Krebs bei Kindern und die Organisation der Nachsorge in der Schweiz, in Dänemark und den Niederlanden und wie diese Ergebnisse in den USA und in der Schweiz in die aktuelle Behandlung einfliessen. Der wissenschaftliche Teil des Symposiums endete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „How can we further improve long-term health outcomes? – Current obstacles – future goals?“ an der alle Vortagenden teilnahmen.

Der Freitagnachmittag diente als Informations- und Austauschnachmittag für Survivor, Eltern und Interessierte. In kurzen Referaten wurde dargestellt, was die Erfassung im Schweizer Kinderkrebsregister bringt, was sich in der Behandlung von Krebs bei Kindern in den letzten Jahren verändert hat und welche Spätfolgen es gibt, wie hoch das Risiko ist daran zu erkranken, und wovon das Risiko abhängt. Auch der Informations- und Austauschnachmittag endete mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Das Leben nach dem Krebs – Was ist gut, was fehlt? Was wird politisch getan, um die Situation zu verbessern“. Daran nahmen Survivor, Kinderonkologen, Vertreter des Bundesamtes für Gesundheit, des Bundesamtes für Sozialversicherungen und eine Nationalrätin teil. Es stellte sich heraus, dass die Sensibilisierung der Bevölkerung zum Thema Spätfolgen von Krebs im Kindes und Jugendlichen noch verbessert werden kann, sowie die Organisation der Nachsorge.

Hier finden Sie ausgewählte Vorträge zu folgenden Themen:

Childhood Cancer Registration in France

(Dr. Jacqueline Clavel, director of the RNHE, Paris, France)

36 years Childhood Cancer Registration in Germany

(Dr. Peter Kaatsch, head of the DKKR, Mainz, Germany)

Electromagentic fields and Childhood Cancer

(Prof. Martin Röösli, Swiss Tropical and Public Health Institute, Basel)

What do we learn from the Swiss Childhood Cancer Survivor Study ?

(Prof. Gisela Michel, University of Luzern)

Countrywide clinical follow-up in the Netherlands

(Dr. Heleen van der Pal, Academic Medical Center, Amsterdam, Netherlands)

Hodgkin lymphoma survivors: the "whys and whats" for contemporary multidisciplinary risk-based health care

(Dr. Kevin Oeffinger, Memorial Sloan Kettering Cancer Center, New York, US)

From Outcomes Research back into the clinic: A view from a MD

(Prof. Nicolas von der Weid, Universitäts-Kinderspital beider Basel)

Welche Spätfolgen gibt es, wie hoch ist das Risiko daran zu erkranken und wovon hängt dies ab?

(Dr. Katrin Scheinemann, Universitäts-Kinderspital beider Basel)


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