KiKR an der Konferenz zum 60-jährigen Jubiläum der IARC in Lyon

Schweizer Delegation

Yara Shoman präsentierte ein Poster zum SwissPedCancer-Projekt, das den Datenfluss zwischen den Spitälern und dem KiKR untersucht. Dabei wurden die Datenqualität in den klinischen Informationssystemen (CIS) von neun Schweizer Kinderspitälern beurteilt sowie Dossiers von Patienten, die nicht im ChCR registriert waren, manuell überprüft. Es zeigte sich, dass die automatisierte Datenübertragung ein erhebliches Potenzial bietet, jedoch weiterhin zentrale Herausforderungen bestehen, die angegangen werden müssen: die Aktualisierung der ICD-10-Codes im CIS nach Ausschluss einer neoplastischen oder meldepflichtigen Diagnose, die systematische Erfassung des Diagnosedatums sowie die Erfassung des Wohnsitzstatus zum Zeitpunkt der Diagnose im CIS. Download Poster

Ausserdem hielt Yara Shoman einen Vortrag über eine Studie zum Datenqualitätskriterium “Timeliness of childhood cancer registration in Switzerland, before (2016-2019) and after (2020-2023) the Swiss Cancer Registration Act came into force”. Bei den von pädiatrisch-onkologischen Kliniken gemeldeten Fällen blieb die Zeitspanne zwischen Diagnose und Registrierung nach der Einführung des neuen Gesetzes im Jahr 2020 unverändert. Für andere Meldequellen als pädiatrisch-onkologische Kliniken verbesserte sich die Zeitnähe zwischen Diagnose und Registrierung nach Inkrafttreten des Gesetzes deutlich. Zudem stieg die Zahl der registrierten Fälle insbesondere bei Jugendlichen, die ausserhalb pädiatrisch-onkologischer Kliniken behandelt wurden, nach Einführung des neuen Gesetzes im Jahr 2020 deutlich an (+44 %). Das Konferenz-Abstract wurde in eClinicalMedicine publiziert.